Hand, die Haustürschlüssel hält

Raus aus der Obdachlosigkeit

fiftyfifty seit zwei Jahren mit Housing First-Ansatz erfolgreich

Obdachlosen eine eigene Wohnung geben und erst dann alle anderen Probleme in Angriff nehmen: Das ist der Ansatz von Housing First. Anders als bei anderen Programmen, müssen sich die Menschen dabei nicht zunächst als „wohnfähig“ beweisen. Der Verein asphalt aus Düsseldorf, Mitgliedorganisation im Paritätischen NRW, praktiziert Housing First seit zwei Jahren und konnte in dieser Zeit bereits 48 Wohneinheiten für Langzeitwohnungslose schaffen. Asphalt ist besser bekannt als fiftyfifty, dem Namen seines erfolgreichen Straßenmagazins.

Um möglichst viele Menschen in das Housing First-Programm aufzunehmen, hat fiftyfifty günstige Immobilien erworben und umgebaut. Diese Investition war notwendig, denn auf dem regulären Wohnungsmarkt haben Obdachlose in der Regel keine Chance. Es gibt wenig öffentlich geförderten Wohnraum und es gibt nur wenige Vermieter/-innen, die bereit sind, dauerhaft an bisher wohnungslose Menschen zu vermieten. Das ist auch das Problem bei herkömmlichen Ansätzen zur Behebung von Wohnungslosigkeit. In diesen müssen sich die Menschen über verschiedene Unterbringungsstufen für eine herkömmliche, dauerhafte Wohnung qualifizieren. Doch diese steht dann oft nicht zur Verfügung. Die Folge ist der so genannte „Drehtüreffekt“: rein in die Notwohnung und wieder raus in die Obdachlosigkeit.

Wohnbegleitende Hilfen


Das Leben in der eigenen Wohnung unterstützt fiftyfifty bei Bedarf und auf eigenen Wunsch durch wohnbegleitende Hilfen zur Bewältigung weiterer Probleme, wie etwa Schulden, Sucht oder Arbeitslosigkeit. Hierfür hat der Verein seine Streetwork-Arbeit und Sozialberatung personell verstärkt.

Beim Housing First-Ansatz bekommen Obdachlose erst eine eigene Wohnung, erst danach werden weitere Probleme in Angriff genommen.
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