Der Paritätische Köln
Am Aschermittwoch 2010 hat die Arbeitsgemeinschaft der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Köln, zu der auch der Paritätische Wohlfahrtsverband gehört, eine Kampagne gegen die drohenden Kürzungen im sozialen Bereich gestartet. Auf einer Pressekonferenz wurde die Öffentlichkeit über die geplanten sozialen Einschnitte in Köln und unsere Proteste dagegen informiert.
Unsere Kampagne "Kölner gestalten Zukunft – vereint gegen Sozialabbau" wehrt sich gegen die Zerstörung der sozialen Infrastruktur in Köln. Trotz der schwierigen Haushaltslage der Stadt Köln darf es keine Kürzungen mit der Rasenmähermethode geben. In vielen Stadtteilen ist die soziale Balance bereits heute massiv bedroht: So wächst etwa die Zahl der überforderten Eltern jedes Jahr, immer mehr Kinder und Jugendliche sind von Armut betroffen, der Anteil erwerbsloser Menschen mit geringer Qualifikation steigt stark an, qualifizierte Betreuungsplätze für Kinder fehlen und alte Menschen vereinsamen in ihren Wohnungen. Sollte es zu dem vorgesehenen Sozialabbau kommen, dann wird der soziale Frieden in Köln weiteren Schaden nehmen. Dagegen wehren wir uns!Unseren Protest wollen wir mit Ihnen zusammen öffentlich machen. Wir rufen Sie auf, sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft Kölns zu beteiligen. Mit der Initiative „Nicht in meinem Namen“ sollen Politik und Verwaltung in die Pflicht genommen werden.
Unter www.koelner-gestalten-zukunft.de sind alle aktuellen Informationen zu unseren Protesten zu sehen. Hier können Sie auch die Initiative "Nicht in meinem Namen" unterstützen und ihre Kommentare hinterlassen sowie mit anderen interaktiv diskutieren.
Veranstaltung am 18. März 2010, 9.30 Uhr in der Jugendherberge Deutz
Die heute 60- bis 90-jährigen Menschen sind unmittelbar oder mittelbar vom Zweiten Weltkrieg und seinen Nachwirkungen geprägt. Bisher wurden in der Seniorenarbeit die psychosozialen Folgen der Kriegserfahrungen zu wenig wahrgenommen. Der Umgang mit den unverarbeiteten
Traumata älterer Menschen ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenhilfe eine große Herausforderung. Ziel der Tagung der AG "Gesundheit im Alter" der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln ist es, dieser Thematik Gehör und Raum zu geben, zu erkennen und zu verstehen.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung: hier
Konzipiert und organisiert wurde die Veranstaltung vom Paritätischen Köln und seinen Mitgliedsorganisationen Hagazussa - Feministisches FrauenGesundheitsZentrum und Zentrum für selbstbestimtes Leben (ZsL) Köln gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln.
Expertise des Gesamtverbandes belegt: Der Lohnabstand ist gewahrt
Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet, hat mehr als der, der nicht arbeitet. Dies geht aus einer heute vom Paritätischen Gesamtverband vorgelegten Expertise hervor. Der Verband fordert zu einem seriösen Umgang mit Zahlen und zur Versachlichung der Diskussion um die Lohnabstandsproblematik auf. Als völlig haltlos und an der Grenze zur bewussten Täuschung kritisiert der Paritätische die Behauptung, dass der Lohnabstand zwischen Hartz IV und Erwerbstätigen in untersten Lohngruppen nicht gewahrt sei. Der Verband wirft den Kritikern eines vermeintlich zu geringen Lohnabstandes vor, auf äußerst dubiose Rechenbeispiele zurück zu greifen. Häufig würden bei der Berechnung der Haushalte mit niedrigem Erwerbseinkommen ganze Einkommensbestandteile wie das Wohngeld oder der Kinderzuschlag vorsätzlich ignoriert. Anhand von 196 Beispielrechnungen für verschiedene Branchen und Haushaltskonstellationen in Ost- und Westdeutschland weist der Verband nach, dass für Hartz IV-Bezieher selbst bei niedrigsten Löhnen ein Anreiz zur Arbeitsaufnahme besteht. Die Berechnungen zeigten weiterhin, dass eine Senkung der Einkommensteuer die Situation von Geringverdienern in keiner Weise verbessern würde. Stattdessen seien gezielte Verbesserungen beim Kinderzuschlag sowie eine offensive Auseinandersetzung mit dem wachsenden Niedriglohnsektor erforderlich. Weitere Informationen: www.der-paritaetische.de
"NRW bleib sozial – nachgefragt": 40 Fragen an die politischen Parteien in NRW
Die Wohlfahrtsverbände - Arbeiterwohlfahrt, Caritas, der Paritätische, Diakonie, Rotes Kreuz und die Jüdischen Gemeinden - heizen den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen an. 40 sozialpolitische Fragen hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege an politische Parteien in NRW geschickt mit der Bitte, Antworten zu geben und Lösungen zu skizzieren. Gefragt wird z.B., was die Parteien konkret im Falle einer Regierungsbeteiligung tun werden, um gleichwertige Lebensverhältnisse und Lebenschancen für alle Menschen in NRW herzustellen. Wie sie zur Finanzausstattung der Kommunen, zu landeseinheitlichen Elternbeiträgen für Kindergärten und zur Qualität und Finanzierung von Schulkinderbetreuung stehen.
Weitere Informationen: www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de
Ausdruck aus:
http://koeln.paritaet-nrw.org/content/index_ger.html
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